Waldbrand in der Bäreckrinne in Werfen: Erneut zwei Hubschrauber im Einsatz

Am Donnerstag Vormittag brach erneut ein Waldbrand im Tennengebirge aus: In der Bäreckrinne im Gemeindegebiet von Werfen breitete sich auf rund 1.600 Metern Höhe ein Feuer auf einem Latschenfeld aus. Bei der Erkundung war eine etwa 10 x 10 Meter große Fläche betroffen. Aufgrund der ausgesetzten Lage in steilem Gelände mussten Hubschrauber zur Unterstützung angefordert werden.

Zwei Maschinen des BMI – Libelle Salzburg und Libelle Klagenfurt – waren im Einsatz. Der Brand wurde zunächst aus der Luft bekämpft. Das Löschwasser wurde aus dem Staubereich des Kraftwerks Stegenwald entnommen. Dabei haben die Maschinen bei rund 30 Turns etwa 13.000 Liter Wasser über dem Brand abgeworfen.

Zwischenzeitlich wurde der Flugbetrieb eingestellt, um eine Bodenbrandbekämpfung durchzuführen. Dazu war es erforderlich, Mannschaft und Material an der Einsatzstelle abzusetzen. Das Absetzen direkt aus dem Hubschrauber gelang aufgrund des steilen Geländes jedoch nicht. Fünf Einsatzkräfte von Bergrettung und Feuerwehr wurden daher am Tau zum Brand geflogen. Später folgten sechs weitere. Alle Personen sind alpinistisch ausgebildet und mit einem Seilgeländer gesichert.
Von der Mannschaft am Berg wurde der Bewuchs im betroffenen Bereich freigeschnitten, um eine effektive Bodenbrandbekämpfung durchführen zu können. Dabei wurde festgestellt, dass sich der Brand auch unterirdisch ausgebreitet hatte. Es wurden daher weitere Löschflüge durchgeführt.

Der Hubschraube des BMI aus Klagenfurt konnte den Einsatz danach beenden, die Maschine aus Salzburg blieb weiterhin im Einsatz.

Im Anschluss wurde ein kompakter Löschwasserbehälter, ein sogenannter Stilwell Flyer, auf den Berg geflogen, um die Löschrucksäcke wieder auffüllen zu können.
Die kräfteraubende Bodenbrandbekämpfung wurde damit dann fortgesetzt.

Um 16:01 Uhr wurde „Brand aus“ gemeldet. Im Anschluss waren noch mehrere Flüge nötig, um Mannschaft und Material vom Berg zu fliegen. Weiters wurde abschließend – wie schon beim Brand in Pfarrwerfen – Wasser auf die Umgebung abgeworfen, um Boden und Bewuchs zu befeuchten.

Im Einsatz waren 50 Personen von Feuerwehr, BMI, Bergrettung, Gemeinde und Grundbesitzer im Einsatz.
Seitens der Feuerwehr waren die Feuerwehren Werfen, Pfarrwerfen, St. Johann mit Waldbrandausrüstung und Flughelfern sowie die Drohnengruppe Pongau und das Kerosinfahrzeug des Landesfeuerwehrverbandes beteiligt.

Am Freitag wird noch ein Kontrollflug mit der Wärmebildkamera durchgeführt werden.

Text und Bilder

VI Stefan Hafner

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