Waldbrand am Raucheck in Pfarrwerfen: Zwei Hubschrauber im Einsatz

Dienstag Nachmittag brach am Raucheck im Tennengebirge bei Pfarrwerfen auf rund 1.700 Metern Seehöhe ein Waldbrand aus. Betroffen war zunächst ein 10 x 17 Meter großer Streifen eines Latschenfeldes. Der Brand breitete sich in weiterer Folge rasch nach oben aus. Da sich die Einsatzstelle in völlig unzugänglichem Gelände befand, wurde durch den Einsatzleiter der Feuerwehr Pfarrwerfen sofort ein Hubschrauber zur Unterstützung angefordert. Weiters wurden die Feuerwehr St. Johann mit der Waldbrandausrüstung, die Flughelfer Pongau, die Drohnengruppe Pongau, das Einsatzleitfahrzeug Pongau und das Kerosinfahrzeug des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg alarmiert. Einsatzleitung und Landeplatz wurden beim Fußballplatz Werfen eingerichtet.

Zwei Hubschrauber des BMI flogen daraufhin zum Einsatzort. Nach einem Erkundungsflug starteten die beiden Maschinen sofort mit den Löschmaßnahmen. Das Löschwasser dafür wurde aus einem privaten Teich und aus der Salzach entnommen.

Um 19:30 Uhr konnte „Brand unter Kontrolle“ gemeldet werden. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden von den beiden Hubschraubern bereits rund 15.000 Liter Wasser auf die Brandstelle abgeworfen.
Anschließend wurde ein Kontrollflug mit der Drohne Pongau durchgeführt. Da auf dem Wärmebild noch Glutnester erkennbar waren, starteten die beiden Hubschrauber kurz vor 20:00 Uhr erneut zu Löschflügen.
Um 20:10 Uhr wurde dann „Brand aus“ gemeldet. Danach wurde bei weiteren Flügen noch gezielt die Umgebung um die Brandstelle benetzt, um bei einem Wiederaufflammen die Ausbreitung einzudämmen.

Insgesamt wurden 56 Flüge durchgeführt, bei denen mehr als 20.000 Liter Wasser ausgebracht wurden, bevor der Einsatz beendet werden konnte.
Am Mittwoch Vormittag wurde durch die Flugpolizei Salzburg noch einen Kontrollflug durchgeführt, bei dem mit einer Wärmebildkamera geprüft wurde, ob die Löschmaßnahmen nachhaltig erfolgreich waren. Dabei wurden keine Auffälligkeiten entdeckt. Der Einsatz ist somit beendet.

Im Einsatz standen insgesamt etwa 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und den Bundesforsten mit 12 Fahrzeugen und den beiden Hubschraubern.

Bericht:

VI Stefan Hafner

Bilder:

Feuerwehren Bezirk Pongau