Waldbrand in Großarl rasch unter Kontrolle gebracht

Mittwoch Abend gegen 17:30 Uhr wurde die Feuerwehr Großarl zu einem Waldbrand in unwegsamem Gelände nahe der Bachalm alarmiert. Eine Einheimische hatte einen Blitzeinschlag und kurz darauf einen Feuerschein wahrgenommen.
Die Einsatzstelle befand sich auf rund 1.700 Metern Seehöhe und war nur schwer erreichbar.

Um die Ausbreitung eines Waldbrandes zu verhindern ist es essentiell, diesen in einer so frühen Phase wie möglich zu bekämpfen. Aufgrund der Unzugänglichkeit der Einsatzstelle wurde vom Einsatzleiter daher sofort ein Hubschrauber zur Unterstützung angefordert.

Bei einem Erkundungsflug wurde festgestellt, dass ein einzelner Baum in Brand stand. Das Feuer wurde daraufhin mit Wasserabwürfen aus der Luft bekämpft.
Für die Wasserentnahme war bereits während des Erkundungsfluges ein Faltbehälter im Tag aufgebaut worden, der aus der Großarler Ache hätte befüllt werden sollen.
Da sich jedoch ein Speicherteich in Reichweite befand, wurde entschieden, das Löschwasser aus diesem zu entnehmen.

Nach sechs Löschflügen wurde eine weitere Erkundung durchgeführt. Dabei konnte zunächst kein Brand mehr festgestellt werden. Der Brand galt daher als unter Kontrolle. Wegen eines aufziehenden Gewitters, das einen weiteren Hubschraubereinsatz unmöglich machte, wurde aber entschieden, noch einige Löschflüge durchzuführen und die Umgebung zu durchnässen, so lange dies noch möglich ist.

Gegen 20:00 Uhr wurde der Hubschraubereinsatz dann wegen des Unwetters unterbrochen. Mit dem Gewitter hatte auch starker Niederschlag eingesetzt.

Um 20:20 wurde schließlich „Brand aus“ gemeldet.

Im Einsatz standen rund 50 Kräfte der Feuerwehr Großarl, ein Hubschrauber der Flugpolizei aus Salzburg, die Feuerwehr St. Johann mit Waldbrandausrüstung und Flughelfern, die Drohne Pongau, das Einsatzleitfahrzeug Pongau und das Kerosinfahrzeug des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg.

Text und Bilder

VI Stefan Hafner