Vor ca. einem Jahr wurde gemeinsam durch den Landesfeuerwehrverband Salzburg/Bezirk Pongau, der Landesforstdirektion Salzburg und dem Regionalverband Pongau/ Klimaanpassungsmodellregion (KLAR) Pongau eine mehrstufige Ausbildung zur Wald- bzw. Vegetationsbrandbekämpfung begonnen. Diese Ausbildung wurde durch einen praktischen Teil am 05.06.2026 im Steinbruch Steglehen abgeschlossen.
Teil 1 dieser Modulserie beinhaltete das Aufzeigen aller rechtlichen Aspekte zum Thema Einsatzvorbereitung, Alarmierungsketten und die Erstellung von Einsatzplänen. Dies mit dem Hintergrund des deutlich spürbaren Klimawandels. Zielgruppe dieser Veranstaltung waren Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Amtsleiterinnen und Amtsleiter sowie Ortsfeuerwehrkommandanten bzw. Ortsfeuerwehrkommandanten-Stellvertreter der Pongauer Gemeinden und Feuerwehren.
In weiterer Folge fand im Herbst 2025 für die obersten Führungskräfte der Pongauer Ortsfeuerwehren eine Einführung in die Grundlagen der Vegetationsbrandbekämpfung sowie die Präsentation von überörtlichen Einsatzgeräten, wie zum Beispiel die Waldbrandausrüstung des Bezirkes Pongau sowie das Waldbrand-Tanklöschfahrzeuges des Landesfeuerwehrverbandes Salzburg statt.
Die beiden vorgelagerten Seminarblöcke wurden kürzlich mit einer praktischen Übung im Rahmen des dritten und letzten Modules abgeschlossen. Ziel dieses letzten Teiles war es, die Führungskräfte der Pongauer Ortsfeuerwehren gezielt auf Wald- bzw. Vegetationsbrandeinsätze vorzubereiten. Die im Rahmen der Ausbildung gewonnenen Erfahrungen sollen schlussendlich in die Ausbildung auf Ortsebene Einzug halten, um einerseits das taktische Wissen und die Erfahrungen und Kenntnisse über mögliche Einsatzmittel in der eigenen Feuerwehren weiterzugeben.
Als Initiator dieser Weiterbildung fungierte die Klimaanpassungsmodellregion (KLAR) Pongau gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Salzburg/Bezirk Pongau. Aufgrund des Pariser Klimaabkommens 2015 wurde vom Klimaministerium in Österreich dieses Förderprogramm auf die Beine gestellt. Ziele von dem Programm sind neue Chancen zu Erkennen und mit den Auswirkungen des Klimawandels besser umgehen zu können.
Der nun mehr letzte, sehr realitätsnaher praktischer Teil hat im Steinbruch Steglehen zwischen St. Johann im Pongau und Großarl stattgefunden. Dort waren rund 40 Feuerwehrkameraden aus dem gesamten Pongau zusammen gekommen.
Die Weiterbildung wurde in zwei wesentliche Abschnitte aufgebaut. Am Anfang wurden die Teilnehmer in Gruppen für einen Stationsbetrieb eingeteilt. Bei den einzelnen Stationen wurde speziell auf die Einsatztaktik, die Löschwasserversorgung und Einsatzmittel bei einem Wald- bzw. Vegetationsbrand eingegangen. Werkzeuge und Geräte wurden vorgeführt und die Kameraden konnten die Handgriffe mit den Geräten üben.
Folgende Inhalte wurden bei dem Stationsbetriebs vermittelt:
- Grundlagen zur Bodenbrandbekämpfung
- Löschgeräte zur Bodenbrandbekämpfung
- Equipment des Waldbrandanhängers
- Einsatzleitfahrzeug mit Drohnenteam
Den Abschluss der Schulung bildete eine praxisnahe Übung bei der ein mit Stroh, alten Christbäumen und Baumstumpfen bedeckter Hang entzündet wurde. Durch das Feuer konnten die vorher gelernte Einsatztaktik bzw. die Vorgangsweisen bei Realbedingungen geübt und umgesetzt werden. So konnten die eingesetzten Kräfte die erlernten Handgriffe mit Löschrucksäcken, Schanzwerkzeugen und weiterer Einsatzmittel im praktischen Einsatz üben.
Bericht und Bilder
VI Daniel Hartlieb















