+++ Laufender Einsatz – letzte Aktualisierung 09:56 Uhr +++
Einen Tunnelbrand hat heute Morgen ein Lkw-Fahrer in Schwarzach verhindert. Im Schönbergtunnel war der Anhänger seines mit Strohballen beladenen Gliederzuges in Brand geraten. Der Fahrer schaffte es, sein Fahrzeug noch aus dem Tunnel zu lenken. Beim Westportal konnte er den Anhänger dann abkoppeln und so auch das Zugfahrzeug retten.
Der Tunnel wurde indessen leicht verraucht, weshalb Autofahrer die Einsatzkräfte alarmierten.
Daraufhin wurden die zuständigen Feuerwehren gemäß Sonderalarmplan „Brand im Tunnel“ alarmiert. Aufgrund der geschilderten Lage und der augenscheinlich starken Rauchentwicklung entschied der Einsatzleiter der Feuerwehr Schwarzach noch auf der Anfahrt auf Alarmstufe 2 zu erhöhen. Dadurch wurden die Feuerwehren Schwarzach, Lend, St. Veit, Goldegg, St. Johann, Bischofshofen und Pfarrwerfen zum Einsatz gerufen.
Beim Eintreffen der Feuerwehr Schwarzach war der Tunnel durch die Belüftung bereits wieder rauchfrei. Ein wesentlicher Teil der Ladung des Anhängers stand jedoch in Vollbrand und das Feuer drohte auf den angrenzenden Wald überzugreifen.
Die Feuerwehren starteten daher sofort mit der Brandbekämpfung und legten den Schwerpunkt dabei zunächst auf den Schutz des Waldes. Das Feuer konnte dann rasch unter Kontrolle gebracht werden.
Das Löschen des Brandes gestaltete sich jedoch mühsam, denn die Strohballen mussten für die Brandbekämpfung zerteilt werden. Die zeit- und arbeitsintensive Tätigkeit erfolgte händisch, mit Unterstützung eines Radladers und eines Lkws mit Ladekran. Aufgrund des Rauchs waren zahlreiche Atemschutzträger im Einsatz. Für Personen oder die Umwelt bestand indes keine Gefahr durch den Rauch.
Derzeit wird das Stroh für den Abtransport in Mulden verladen. Dabei flammt der Brand allerdings immer wieder auf, weshalb laufend nachgelöscht werden muss.
Die Wasserversorgung wird mit Tragkraftspritzen von der direkt angrenzenden Salzach sichergestellt.
Die B 311 ist nach wie vor für jeden Verkehr gesperrt. Wie lange die Sperre noch dauert ist nicht absehbar. Die Aufräumarbeiten dauern an, da der Brand immer wieder aufflackert.
Derzeit sind 139 Kräfte mit 37 Fahrzeugen im Einsatz.
Link zu hochauflösendem Bildmaterial (honorafrei)
Text
VI Stefan Hafner
Bilder
Feuerwehren Bezirk Pongau





















