Kurz nach 14:00 Uhr wurde am Montag, den 21.09.2026 Alarmstufe 3 nach dem Brand eines Bauernhauses im Gemeindegebiet von Wagrain ausgelöst. Das Objekt liegt auf rund 1.300 Metern Seehöhe. Ein Brand im Gebäudeinneren hatte auf die Zwischendecke des Gebäudes übergegriffen.
Aufgrund der exponierten Lage steht am Einsatzort eine stark eingeschränkte Löschwasserversorgung zur Verfügung. Die Einsatzleitung richtete daher einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen ein, um das benötigte Löschwasser aus dem Tal zum Einsatzort zu transportieren. Zusätzlich wurde das Großtanklöschfahrzeug der Feuerwehr Bischofshofen alarmiert. Mit einem Fassungsvermögen von 12.000 Litern stellt es an der Einsatzstelle einen großen Wasserpuffer bereit und gleicht Schwankungen im Pendelverkehr aus.
„Die Wasserversorgung ist bei Objekten in exponierten Lagen immer eine Herausforderung“, erklärt Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Christian Lackner. „Die Kombination des Großtanklöschfahrzeuges aus Bischofshofen sowie der Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen der umliegenden Feuerwehren ist eine bewährte Praxis, um die Wasserversorgung sicherzustellen und somit auch einen Innenangriff zur raschen Brandbekämpfung zu ermöglichen.“
Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz zum Innenangriff vor, um eine weitere Brandausbreitung im Gebäude zu verhindern. Um an die Brandnester zu gelangen, mussten weite Teile der Zwischendecke geöffnet werden. Da die Einsatzzeit eines Trupps durch den Luftvorrat der Atemschutzgeräte begrenzt ist, sind laufend Ablösen erforderlich. Bislang standen insgesamt acht Atemschutztrupps im Einsatz.
Obwohl das Gebäude bewohnt war, wurden Menschen oder Tiere bei dem Brand nicht verletzt. Zur Brandursache liegen derzeit keine näheren Informationen vor. Die Ermittlungen dazu obliegen der Polizei und sind im Gange.
Im Einsatz standen die Feuerwehren Wagrain, Kleinarl, Flachau, Altenmarkt im Pongau und Bischofshofen sowie das Einsatzleitfahrzeug der Feuerwehr St. Johann im Pongau. Gemeinsam mit Kräften des Roten Kreuzes und der Polizei waren insgesamt 78 Einsatzkräfte vor Ort.
Um 16:30 Uhr konnte Brand aus gemeldet werden. Die Brandwache der Freiwilligen Feuerwehr Wagrain wird noch mehrere Stunden andauern.
